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Experten empfehlen: Keine Grundschule für Bodersweier


Im Kehler Gemeinderat stand am Montagabend die Weiterentwicklung der Schullandschaft im Bereich der Grundschulen im Fokus. Dabei ging es auch um die ungewisse Zukunft des Schulstandortes Bodersweier.


Kehl
(kk). »Der Standort Werkrealschule Bodersweier soll künftig eine Krippe, eine Kita und die Schulkindbetreuung beherbergen«, lautet die Empfehlung einer Expertenkommission, bestehend aus Vertretern des Regierungspräsidiums, des Kommunalverbandes Jugend und Soziales und des Staatlichen Schulamts Offenburg. Diese Empfehlung haben die Fachleute im Rahmen der Ergebnisse der so genannten Strategiewerkstatt II zur Weiterentwicklung der Kehler Schullandschaft im Bereich der Grundschulen abgegeben. Im Kehler Gemeinderat wurden am Montagabend die Ergebnisse dieser Strategiewerkstatt und die Empfehlungen der Experten vorgestellt.

Die Leitende Schulamtsdirektorin Gabriele Weinrich (Staatliches Schulamt Offenburg) kam darauf zu sprechen, dass es wohl innerhalb des Gemeinderates Überlegungen gibt, einen Teil der Grundschule Leutesheim nach Bodersweier auszulagern. »Diesen Überlegungen müssen wir aus Sicht der Schulverwaltung sowohl aus pädagogischen als auch aus ressourcentechnischen Gründen eine klare Absage erteilen. Wir wollen wann immer möglich solche Kleinst-Standorte vermeiden und eher pädagogisch und organisatorisch sinnvolle Einheiten schaffen«, sagte sie und plädierte deshalb dafür, die Grundschule an dem bisherigen bewährten Standort zu belassen und eine sehr gut funktionierende Einheit nicht ohne Not auseinander zu reißen. Für den frühkindlichen Bereich und die Schulkindbetreuung hingegen biete der Standort Bodersweier ausgezeichnete Möglichkeiten und Chancen. Deshalb auch die Empfehlung, sich in Bodersweier auf diese Bereiche zu konzentrieren.

Verweis auf die Hauptsatzung
Manfred Kropp, Ortsvorsteher von Bodersweier, verwies auf die Hauptsatzung der Stadt Kehl, wonach der Ortschaftsrat bei der »Planung, Errichtung, Änderung und Aufhebung« von »öffentlichen Einrichtungen« in der betroffenen Ortschaft zu hören ist, bevor hierzu eine Entscheidung im Gemeinderat gefällt wird.Außerdem sei es wichtig, künftige Konzept für den Standort Bodersweier generell einmal vor Ort vorzustellen, um auch die Elternschaft über das zu informieren, was für diesen Standort überlegt werde. Andreas Reuter vom Kommunalverband Jugend und Soziales sagte eine entsprechende Vorstellung des Konzepts in Bodersweier nach den Sommerferien zu.

»Für uns ist der Grundschulstandort Bodersweier noch nicht vom Tisch«, meinte CDU-Stadtrat Andreas Hopp. Seit einem Jahr werde das Thema »abgeblockt«, kritisierte er, und er hoffe, dass zu diesem Thema jetzt einmal »alle Argumente auf den Tisch kommen«, denn dies sei eine wichtige und langfristige Entscheidung. Kehls Oberbürgermeister Toni Vetrano bestätigte, dass es wichtig sei, »sehr bald einen Knopf drauf zu machen«. CDU-Fraktionsvorsitzender Richard Schüler ergänzte, dass die Fakten in dieser Sache ausgetauscht und dann bewertet werden. Dann werde der Gemeinderat eine Entscheidung treffen können.

»Zwergschule«
Leutesheims Ortsvorsteher Heinz Faulhaber nahm ebenfalls Stellung zur Grundschulsituation. Eltern, Lehrer, Pädagogen und Politiker hätten darüber diskutiert und das Ergebnis sei gewesen, »dass man gesehen hat: Eine Zwergschule zu trennen, wäre für Schüler schlecht«. Die Gegebenheiten an der Schule in Leutesheim bezeichnete er als »optimalst«. Die Möglichkeit, eine »Zwergschule« zu trennen, habe auch in der Strategiewerkstatt nur wenig Zustimmung gefunden, meinte Faulhaber. Richard Schüler meinte, dass es eine »gute Entwicklung« wäre, dort in Schulstandorte zu investieren, »wo die Kinder tatsächlich leben«.


Soll in Bodersweier eine Außenstelle der Grundschule Leutesheim geschaffen werden? Vor allem Vertreter der Ortschaft Bodersweier hatten zuletzt dafür geworben, nach dem Auslaufen der Werkrealschule im Ort den Schulstandort Bodersweier nicht aufzugeben. Foto: Marco Karch