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»Litzmer Schliffdi«: Fulminanter Schlusspunkt beim Sportfest in Leutesheim mit 150 Mitwirkenden


Die Leutesheimer haben im Nachbarort am frühen Montagabend bei dem von Dieter Schmidt inszenierten Litzmer Schliffdi gegen den Protest der Auenheimer eine Seniorenresidenz in Betrieb genommen. Eine Delegation aus Auenheim, angeführt von Berni Honauer, demonstrierte eingangs dagegen - allerdings sehr humorvoll und friedlich.


Von Jürgen Preiß


Kehl-Leutesheim. 150 Mitwirkende standen bei dieser teils filmreifen Veranstaltung auf der Bühne. Und es war wie immer prominenter Besuch zu Gast: Onkel Sam (Ralf Liedtke) mit seinen Cheerleaders, Heidi Klum (Lena Hauß), Dirk Nowitzki (Jörg Hummel) und James Brown (Martin Schneider) begrüßten die Gäste. Und ein ebenfalls gut aufgelegter Arnie Schwarzenegger (Jochen Hummel) kam mit einer Bauchmaskengruppe auf die Bühne. Der Terminator ließ seine unbändige Kraft über eine Menschenkette in die Körper aller Anwesenden fließen. Positive Energie ist alles, hieß das Thema zu Beginn. Und so wurde dank Motivationstrainer Dr. Sell (Metzger Torsten Keck) aus dem schüchternen Leon Preiss ein Gesangstar. Christian Tömmes präsentierte sieben Top-Models, die sehr ansprechend über den Laufsteg stolzierten.

Danach erstmals schwerer Maschineneinsatz: Ein Stapler fuhr mit einem Drahtkäfig ins Zelt. Darin Michael Jackson (Leon Preiss), gefolgt vom SVL-Tanzteam um Miri und Chris Zerr. Drei Stunden auf einer harten Holzbank: Hans Müller und Ralf Ross hatten die gute Idee, Sitzkissen zu versteigern. Die gingen weg. Was ihn dazu ermunterte auch noch einen 10-Meter-Holzstamm ins Festzelt bringen zu lassen. Der sollte ebenfalls versteigert werden.

Die Mittelbadische Eisenbahn fuhr ein. Die ersten fünf Heimbewohner (Christel König, Antonia Müll, ihre Schwester Elke Durban, SVL-Boss Jürgen Hummel und seine Frau Petra) saßen drin. Sie sollten als allererste in die neue Seniorenresidenz einziehen. Musikalisch begleitet vom Musikverein und den Katastrophensängern (Gruppe Edgar Hummel) ging das neu errichtete Wohnheim in Betrieb. Ortsvorsteherin Tanja Sömmes (Bettina Hauß) übergab den symbolischen Schlüssel und plauderte dabei ein wenig aus dem Nähkästchen der Auenheimer Ortsvorsteherin. Die sei angetreten, um in ihrem Ort den alten Müll zu entsorgen. Starker Tobak, aber dabei blieb´s. Sanja Tömmes nebst Ortschaftsratsmitglieder saßen immerhin in vorderster Reihe beim Publikum. Sie nahmen es mit Humor.

Grundschüler tanzten, Archäologe Walter Fuchs (Dieter Thorwarth) ergründete Historisches. Altenpflegerin Schnadder-Liss (Melanie Preiss), Dr. Alban (Isa Gasi) und der bettelnde Buttler (Kim-Sören Grumer) stellten sich vor. Die Pflegedienstleiterin Madame Difficil (Brigitte End), eine adrette Erscheinung mit Haaren auf den Zähnen, führte durch die Zimmer. Sie erklärte auf der Haushaltsleiter die drei verschiedenen Pflegestufen in ihrem Haus.

Gegen die Anweisung der strengen Chefin schauten die Heimbewohnen abends fern. Videos wurden dazu eingespielt, Aktenzeichen XY ungelöst mit Metzger Jochen Keck als Ede Zimmermann, einem falschen Polizisten (Isa Gsi) und einem alkoholisieren Autofahrer (Manfred Ernst). Und es gab einen arabischen Gute-Nacht-Tanz der Nachtgrabben-Gruppe.

Fernsehen wurde daraufhin storniert. Die Senioren suchten über Goggel (Tobias Zimmer) Filme im Internet. Sie fanden Winne-Two, einen Indiander-Kurzfilm am Baggesee mit den Keck-Zwillingen Torsten und Jochen und dem Silberschatz, Miri Zerr.

Das Beste dann zum Schluss. Gerhard Wagner präsentierte 50 Jahre Litzmer Schliffdi. Die Höhepunkte aus dieser erfolgreichen Geschichte kamen ins Festzelt: Die Grotten aus dem Grottenloch, Zirkus Wiedekopf, ein monströses Flugzeug, griechische Olympia-Vertreter, ein fliegender Teppich, ein am Stapler hängender Taucher, Queen Elisabeth, mafiöse Fifa-Vertreter, Ex-Rathauschef Ernst Kleinmann mit Gattin Anita und Kuhkutsche. Kleinmanns Nachfolger Heinz Faulhaber fungierte als Traumschiff-Kapitän. Er feuerte eine Lobeshymne ab auf einen fulminant endenden Litzmer Schliffdi, bei dem Frank Schulz mit einer Klasse-Gesangseinlage noch eins drauf setzte.


Den Moment noch einfrieren: Frank Schulz setzte beim Finale mit einer Klasse-Gesangseinlage noch eins drauf. Foto: Marco Karch